Kuschelmonster-Blog

Hinter den Kulissen von RIESENmikroben & Co.

Was erlauben DPD?

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Was, außer dem Preis, unterscheidet eigentlich DHL und DPD? Vereinfacht gesagt: DHL kann nicht vernünftig zustellen (zumindest nicht in Städten), dafür kann DPD nicht abholen.

Die Zustellprobleme von DHL in Städten sind legendär. Berliner, Hamburger, und inzwischen auch alle, die im Bereich des Chaos-Paketzentrums Obertshausen wohnen, können ein Lied davon singen. Was bei DHL aber gut klappt, ist das Annehmen der Sendungen. Alle Briefe und Pakete, die wir bis ca. 19 Uhr ins Briefzentrum Karlsruhe einliefern, erreichen noch die jeweiligen Hauptläufe ab Karlsruhe bzw. Bruchsal und sind damit zu mehr als 75% am nächsten Tag beim Empfänger – oder zumindest im zuständigen Paketzentrum, denn dann beginnt ja das Problem mit der Zustellung.

Die DPD-Zusteller sind nicht besser als die von DHL, DPD hat die Zustellung aber technisch besser im Griff. Der Empfänger wird rechtzeitig per E-Mail, SMS oder App informiert, er kann das Paket umverfügen und eine ziemlich genaue Prognose über den Zustellzeitpunkt erhalten. DHL kann das ja inzwischen angeblich auch, praktisch funktioniert es aber viel zu oft nicht.

Was DPD nicht kann, ist abholen. Die ständig wechselnden Fahrer, die häufig weder Deutsch noch Englisch sprechen, kommen – salopp gesagt – wann sie wollen. Das ist für den Onlinehandel ziemlich schlecht, denn eine Abholung um 11 Uhr ist sinnlos. Die Unzuverlässigkeit von DPD ist hier in Karlsruhe legendär und hat auch schon alle mir bekannten DPD-Paketshopbetreiber in den Wahnsinn getrieben, weil Annahmeschlusszeiten konsequent ignoriert werden.

Da bei DPD der Weitertransport der Sendungen noch am selben Tag also sowieso nicht garantiert ist, geben wir unsere Sendungen einfach in einem DPD-Paketshop ab und überlassen denen den Ärger mit der Abholung. Meist gehen unsere DPD-Sendungen dann erst am Folgetag auf die Reise, weil der Fahrer mal wieder viel zu früh abgeholt hat.

Zum Buchen der Pakete hat DPD nun aber eine neue Webseite eingeführt: den DPD Paket Navigator. Er wurde einige Wochen parallel zur bisherigen Anwendung, dem DPD Webpaket, betrieben, bevor das Webpaket am 11.08. ohne Vorwarnung abgeschaltet wurde. Das wäre nicht schlimm, wenn der Paket Navigator funktionieren würde. Tut er aber nicht. Vom Adressimport über die Paketscheinerstellung bis zur Paketverfolgung weist das System mehrere kapitale Bugs auf, so dass wir im Moment keine DPD-Pakete mehr buchen können. Wie DPD eine augenscheinlich ungetestete Software in Betrieb nehmen UND das funktionierende System von heute auf morgen einfach abschalten kann, bleibt ein Rätsel.

Das bedeutet leider, dass Kunden im Moment den DPD-Service „Predict“ nicht nutzen können, weil wir nicht mehr die Sendungsdaten elektronisch an DPD übermitteln, sondern nur noch die Adresse mit dem Laserdrucker auf die Paketscheine drucken.

Das ist für die nächsten 1-2 Wochen in Ordnung, auf Dauer kann es so aber nicht weitergehen. Entweder, DPD kommt schleunigst in die Gänge und stellt wieder ein funktionierendes System zur Verfügung, oder wir müssen auf GLS als zweiten Versandpartner neben DHL umstellen.

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