Kuschelmonster-Blog

Hinter den Kulissen von RIESENmikroben & Co.

Tschüs, DHL

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Gerade geht der Poststreik nach vier harten Wochen zu Ende, und wie erwartet hat DHL sich auf ganzer Linie durchgesetzt. Viele Online-Händler haben in der Zwischenzeit jedoch einen zusätzlichen Versandpartner integriert, da den Kunden ein Versand mit DHL (zumindest in einige Regionen Deutschlands) nicht mehr zuzumuten war.

In unseren Shops war DPD die neue Versandoption, und nach den ersten Tagen, an denen die Abwicklung noch etwas rumpelig (weil nicht automatisiert) war, hat sich DPD als exzellente Alternative erwiesen.

DHL hatte schon vor dem Streik Schwächen, die während des Streiks besonders unangenehm auffielen. DHL weiß nämlich immer nur „so ungefähr“, wo sich eine Sendung befindet, wichtige Prozesse (wie z.B. das Einbuchen einer Sendung in eine Packstation) werden fehleranfällig manuell durchgeführt, und das Zustandekommen mancher Sendungsverläufe versteht nicht einmal DHL selbst. Dazu kommen ein desaströser Kundendienst, dessen Motto „Beschwichtigen und Abwiegeln“ auch bei uns zu viel Frustration geführt hat, und eine schon länger anhaltende Unfähigkeit, in bestimmten Regionen (z.B. Berlin) überhaupt eine zuverlässige Paketzustellung auf die Beine zu stellen. Dem Unternehmen ist schlechtes Management deutlich anzumerken.

Dagegen können wir dem Kunden bei Versand mit DPD am Morgen der Zustellung eine Ankündigungsmail schicken, die Position des Zustellerfahrzeugs lässt sich live nachverfolgen, und in einigen Regionen kann der Empfänger sogar sehen, wie viele Ablieferstationen noch zwischen ihm und der aktuellen Position des Zustellers liegen (inkl. Angabe des voraussichtlichen Zeitpunkts der Zustellung auf eine Stunde genau). Außerdem beliefert DPD ganz Deutschland über Nacht, während DHL das von Karlsruhe aus nur bis ungefähr auf Höhe Hannover schafft (gelegentlich mal Berlin und Hamburg, aber verlassen kann man sich darauf nicht). Es gibt auch genügend Paketshops, in die man die Sendung bei Abwesenheit online umverfügen kann. Kurz: Auch wenn die Stichprobe noch klein ist, ist der erste Eindruck hervorragend. Einziger kleiner Wermutstropfen ist der frühere Annahmeschluss für DPD-Sendungen.

Unsere Partnerschaft mit DHL war also schon länger keine sonderlich glückliche mehr, und als DHL dann Anfang Juni trotz gestiegener Sendungsmenge die zweite saftige Preiserhöhung innerhalb von 18 Monaten durchsetzen wollte (zusätzlich zur zwischenzeitlichen Einführung einer Rücksendegebühr, also strenggenommen die dritte Preiserhöhung in diesem Zeitraum), war der Zeitpunkt für die Vertragskündigung gekommen.

Allerdings darf man die Kraft mancher Vorurteile nicht unterschätzen: Paypal ist sicher, Überweisungen sind langsam, DHL ist super, alle Hermes-Paketboten sind Alkoholiker und fahren Schrottautos, UPS kommt immer, wenn niemand zu Hause ist. Vieles davon hat sich in den letzten 1-2 Jahren geändert, doch alte Erfahrungswerte halten sich hartnäckig.

Wir werden deshalb ab Ende Juli zweigleisig fahren:

Der Versand mit DHL wird zwar auch weiterhin angeboten, aber nicht mehr als erste Option und zu einem kostenbedingt höheren Preis als der Versand mit DPD. Geben Sie DPD eine Chance, unsere Erfahrungen sind bislang sehr positiv!

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