Kuschelmonster-Blog

Hinter den Kulissen von RIESENmikroben & Co.

17. Juli 2017
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Es tut sich was bei den Zahlungsarten

Stammkunden ist es vielleicht aufgefallen, dass nicht nur das Bankkonto bei der Postfinance verschwunden ist, sondern mittlerweile auch die Konten bei der Skatbank und der Postbank.

Die Skatbank ist eine Tochter der VR-Bank Altenberger Land und bietet für Geschäftskunden ein eigentlich akzeptables Preis-/Leistungsverhältnis. Probleme sind das veraltete Onlinebanking des genossenschaftlichen IT-Dienstleisters Fiducia, das einem bei jedem Login ein kaum zu entzifferndes Captcha aufzwingt, und die Angewohnheit, Kontoauszüge immer vom 6. des Monats bis zum 5. des Folgemonats zu erstellen, was für die Buchführung einfach unglaublich doof ist. In beiden Punkten ist man auch komplett resistent gegenüber Verbesserungswünschen.
Die Fiducia versucht schon seit Jahren, einem verschlafenen Jahrzehnt hinterherzuentwickeln, das Ergebnis lässt sich mit „zu wenig zu spät“ zusammenfassen. Lustigerweise waren Zahlungseingänge von bei der Fiducia geführten Konten schneller bei der Fidor Bank gebucht, als beim ebenfalls bei der Fiducia geführten Skatbank-Konto. Damit war das Skatbank-Konto obsolet und konnte gekündigt werden.

Die Postbank hat zunächst Ende 2016 die Preise für Privatkunden deutlich angehoben, jetzt im Juli 2017 waren die Geschäftskunden an der Reihe. Offenbar haben viele Postbank-Privatkunden nach der Preiserhöhung die Bankverbindung gewechselt, auf unserem Postbank-Geschäftskonto gingen in den letzten Monaten jedenfalls nur noch sporadisch Zahlungen ein. So wenige, dass sich das Beibehalten des Kontos zum neuen, deutlich teureren Preis nicht mehr gelohnt hat.

Nun gibt es für Überweisungen also nur noch die Fidor Bank, und die macht ihre Sache wirklich exzellent. Wenn ein Kunde am Vormittag überweist, erfolgt die Gutschrift oft bis 16:30 Uhr, so dass die Sendung noch am selben Tag verschickt werden kann.

Die Bezahlung mit Bitcoin ist durch die stetig steigenden Bitcoin-Transaktionskosten leider ziemlich unattraktiv geworden. Schade.

Paydirekt war und ist kein Thema, da die beteiligten Banken nicht den Anschein erwecken, als wären sie an der Anbindung von Händlern wirklich interessiert (auch wenn sie nahezu wöchentlich das Gegenteil behaupten). Die Zahlungsart ist im Endeffekt komplizierter als PayPal, bestenfalls marginal günstiger, und die Kunden interessieren sich auch nicht dafür. Leider (wie schon vor drei Jahren vermutet) eine Totgeburt.

 

Für 2018 sind drei Neuerungen angekündigt:

Das Weiterberechnen von Gebühren für die Zahlung mit Bank- und Kreditkarten wird nicht mehr erlaubt sein. So belohnt der Gesetzgeber die Kreditwirtschaft dafür, dass sie Ende 2015 eine deutliche Reduzierung der Interbankenentgelte hinnehmen musste. Sehr große Unternehmen bezahlen für eine Kreditkartenzahlung seither nur noch etwa 0,1-0,2% vom Umsatz. Dummerweise trifft das nur auf sehr große Unternehmen zu. Unsere Kosten beim (schon sehr günstigen) Dienstleister Stripe liegen weiterhin bei 0,25 EUR + 1,4% vom Umsatz, und das ist (zzgl. MwSt) auch genau der Betrag, den wir bei Kreditkartenzahlung an den Kunden weiterberechnen. Weil wir das ab Januar nicht mehr dürfen, muss die Kreditkartenzahlung leider zum Jahreswechsel wieder aus dem Shop entfernt werden.

Die zweite Neuerung ist der Start von „SEPA Instant Payments“ – jedenfalls der geplante Start. Diese SEPA-Überweisungen werden innerhalb von Sekunden beim Empfänger gutgeschrieben, sind also optimal für den E-Commerce. Ob die deutschen Banken ihre veraltete Infrastruktur rechtzeitig auf Vordermann bringen, oder ob sie die Instant Payments zunächst durch überhöhte Gebühren unattraktiv machen, bleibt jedoch abzuwarten.

Die dritte Neuerung betrifft Dienstleister wie SOFORT, denen die Banken künftig Zugriff auf die Konten der Kunden gewähren müssen (wenn die Kunden es erlauben, versteht sich). Dienste wie Sofortüberweisung werden zahlreicher, sicherer und billiger werden. Tatsächlich gibt es schon einen SOFORT-Konkurrenten mit einem sehr attraktiven Preismodell: ClickDirectPay. Leider kennt den noch niemand, aber das wird sich hoffentlich bald ändern.

5. Dezember 2016
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Uf Wiederluege, Postfinance

Seit Finanzminister Steinbrück den Eidgenossen mit der Kavallerie gedroht hat, ist einige Zeit ins Land gegangen. Seitdem hat sich das Bankgeheimnis in der Schweiz für EU-Kunden in Luft aufgelöst, und der deutsche Amtsschimmel hat den eidgenössischen Banken schwer zugesetzt. Da ist es nur verständlich, dass die Banken sich das nicht einfach so gefallen lassen, sondern ihre EU-Kunden für die entstehenden Bürokratiekosten zur Kasse bitten.

Zum 01.01. erhöht die Postfinance die „Strafgebühren“ für EU-Kunden aber derart stark, dass eine Kündigung des Kontos (wie sicher auch von der Postfinance gewünscht) zum Jahresende unvermeidlich wurde. Anders als vor einigen Jahren gibt es inzwischen jedoch SEPA, den gemeinsamen europäischen Zahlungsraum, so dass unsere Kunden in der Schweiz Zahlungen in Euro auf unser deutsches Bankkonto schnell und günstig durchführen können. Außerdem bieten wir Kunden in der Schweiz die Zahlung per Kreditkarte an.

Nun denn, Postfinance, vielleicht bis irgendwann mal.

2. Dezember 2016
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Klappt das noch bis Weihnachten?

DPD:
Ihre Zahlung sollte bis Mittwoch, 21.12., 17:30 Uhr eingegangen sein.

DHL:
Spätester Zahlungseingang ist am Mittwoch, 21.12. um 17:30 Uhr für Lieferadressen nördlich von Hannover oder in Berlin / Brandenburg bzw. am Donnerstag, 22.12. um 17:30 Uhrfür Lieferadressen in Hannover oder südlich davon.

Briefsendungen national:
Ihre Zahlung sollte bis Donnerstag, 22.12., 17:30 Uhr eingegangen sein

Sendungen international:
Für Sendungen nach Österreich, in die Niederlande oder in die Schweiz ist Freitag, 16.12., 17:30 Uhr der letzte Zahlungseingang, bei dem eine rechtzeitige Zustellung zu erwarten ist.

Bitte nutzen Sie gegebenenfalls die Zahlung per SOFORT Überweisung, Kreditkarte oder PayPal.

Natürlich versenden wir auch noch am 23.12., dann ist die rechtzeitige Zustellung aber Glückssache. DHL und DPD garantieren grundsätzlich keine Paketlaufzeiten. Die von den Paketdiensten oder anderen Online-Händlern genannten späteren Bestellschlusszeiten sind nach unserer Erfahrung nicht mehr für alle Empfänger ausreichend , da die Zusteller am 24.12. die Arbeit früher als an anderen Samstagen beenden.

 

3. Dezember 2015
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Klappt das noch bis Weihnachten?

Für Sendungen, die mit DPD verschickt werden, sollte Ihre Zahlung bis zum Dienstag, 22.12., 13 Uhr eingegangen sein.

Für Sendungen, die mit DHL verschickt werden, ist der späteste Zahlungseingang am 21.12. um 17 Uhr, wenn Sie nördlich von Hannover wohnen, und am 22.12. um 17 Uhr, wenn Sie in Hannover oder südlich davon wohnen.

Für nationale Briefsendungen sollte Ihre Überweisung bis 22.12., 17 Uhr eingehen, für Sendungen nach Österreich, in die Niederlande oder in die Schweiz  ist der 17.12., 17 Uhr der letzte Zahlungseingang, bei dem eine rechtzeitige Zustellung zu erwarten ist.

Bitte nutzen Sie gegebenenfalls die SOFORT Überweisung, dann werden wir innerhalb weniger Minuten über Ihre Zahlung informiert.

Natürlich versenden wir auch noch am 23.12., dann ist die rechtzeitige Zustellung aber Glückssache. DHL verspricht zwar eine pünktliche Lieferung der am 23.12. bis Mittag eingelieferten Sendungen, in den vergangenen Jahren hat man das aber nicht überall eingehalten, und verbindlich ist ein solches Versprechen leider nicht.

5. Juli 2015
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Tschüs, DHL

Gerade geht der Poststreik nach vier harten Wochen zu Ende, und wie erwartet hat DHL sich auf ganzer Linie durchgesetzt. Viele Online-Händler haben in der Zwischenzeit jedoch einen zusätzlichen Versandpartner integriert, da den Kunden ein Versand mit DHL (zumindest in einige Regionen Deutschlands) nicht mehr zuzumuten war.

In unseren Shops war DPD die neue Versandoption, und nach den ersten Tagen, an denen die Abwicklung noch etwas rumpelig (weil nicht automatisiert) war, hat sich DPD als exzellente Alternative erwiesen.

DHL hatte schon vor dem Streik Schwächen, die während des Streiks besonders unangenehm auffielen. DHL weiß nämlich immer nur „so ungefähr“, wo sich eine Sendung befindet, wichtige Prozesse (wie z.B. das Einbuchen einer Sendung in eine Packstation) werden fehleranfällig manuell durchgeführt, und das Zustandekommen mancher Sendungsverläufe versteht nicht einmal DHL selbst. Dazu kommen ein desaströser Kundendienst, dessen Motto „Beschwichtigen und Abwiegeln“ auch bei uns zu viel Frustration geführt hat, und eine schon länger anhaltende Unfähigkeit, in bestimmten Regionen (z.B. Berlin) überhaupt eine zuverlässige Paketzustellung auf die Beine zu stellen. Dem Unternehmen ist schlechtes Management deutlich anzumerken.

Dagegen können wir dem Kunden bei Versand mit DPD am Morgen der Zustellung eine Ankündigungsmail schicken, die Position des Zustellerfahrzeugs lässt sich live nachverfolgen, und in einigen Regionen kann der Empfänger sogar sehen, wie viele Ablieferstationen noch zwischen ihm und der aktuellen Position des Zustellers liegen (inkl. Angabe des voraussichtlichen Zeitpunkts der Zustellung auf eine Stunde genau). Außerdem beliefert DPD ganz Deutschland über Nacht, während DHL das von Karlsruhe aus nur bis ungefähr auf Höhe Hannover schafft (gelegentlich mal Berlin und Hamburg, aber verlassen kann man sich darauf nicht). Es gibt auch genügend Paketshops, in die man die Sendung bei Abwesenheit online umverfügen kann. Kurz: Auch wenn die Stichprobe noch klein ist, ist der erste Eindruck hervorragend. Einziger kleiner Wermutstropfen ist der frühere Annahmeschluss für DPD-Sendungen.

Unsere Partnerschaft mit DHL war also schon länger keine sonderlich glückliche mehr, und als DHL dann Anfang Juni trotz gestiegener Sendungsmenge die zweite saftige Preiserhöhung innerhalb von 18 Monaten durchsetzen wollte (zusätzlich zur zwischenzeitlichen Einführung einer Rücksendegebühr, also strenggenommen die dritte Preiserhöhung in diesem Zeitraum), war der Zeitpunkt für die Vertragskündigung gekommen.

Allerdings darf man die Kraft mancher Vorurteile nicht unterschätzen: Paypal ist sicher, Überweisungen sind langsam, DHL ist super, alle Hermes-Paketboten sind Alkoholiker und fahren Schrottautos, UPS kommt immer, wenn niemand zu Hause ist. Vieles davon hat sich in den letzten 1-2 Jahren geändert, doch alte Erfahrungswerte halten sich hartnäckig.

Wir werden deshalb ab Ende Juli zweigleisig fahren:

Der Versand mit DHL wird zwar auch weiterhin angeboten, aber nicht mehr als erste Option und zu einem kostenbedingt höheren Preis als der Versand mit DPD. Geben Sie DPD eine Chance, unsere Erfahrungen sind bislang sehr positiv!

8. April 2015
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Immer Ärger mit DHL

Wer hatte nicht schon mal Ärger mit der Zustellung von DHL-Paketen? Nun wissen wir natürlich spätestens seit Wallraff, wie hart das Leben als Paketzusteller ist. Das ist auch ein Grund, warum wir mit DHL versenden, denn dort – wie DHL bei der Begründung der jährlichen Preiserhöhung nie zu erwähnen vergisst – zahlt man weit(!) überdurchschnittliche Löhne.

Leider bewegen sich Anspruch und Wirklichkeit bei DHL zunehmend auseinander, die Qualität der Zustellung wird immer schlechter und das Geld scheint nicht wirklich bei den Zustellern investiert zu werden. Ein Postler sagte mir zu diesem Thema neulich unter der Hand: „Wer mit Bananen bezahlt….“.

Konkret haben wir es immer wieder mit Fällen zu tun, in denen Pakete mit Vermerk „Empfänger nicht zu ermitteln“ zurückkommen. Und das ist bei DHL für Geschäftskunden kostenpflichtig! Zusätzlich zum Preis für die Hinsendung werden noch 4 EUR netto für die Rücksendung berechnet. Ungefähr 9 EUR Gesamtkosten für eine fehlgeschlagene Zustellung sind für Rechnungssummen im Bereich von 15 EUR zu viel, diese Kosten müssen wir weiterberechnen, sofern der Fehler beim Kunden lag.

Und DHL stellt sich in solchen Fällen grundsätzlich auf den Standpunkt, dass der Fehler beim Kunden lag. Die Möglichkeit eines Fehlers des Zustellers wird zunächst einmal kategorisch ausgeschlossen. Selbst die Vorlage von Fotos der korrekt beschrifteten Klingel- oder Briefkastenanlage ist manchmal nicht ausreichend, schließlich könnte der Empfänger dort ja nachträglich Veränderungen vorgenommen haben.

In der Konsequenz muss man allen Sendungsempfängern also dringend raten, für eine so deutliche Auffindbarkeit ihres Namens auf leicht sichtbaren und frei zugänglichen Klingeln und Briefkästen zu sorgen, dass selbst ein schlecht trainierter Affe keine Ausrede für einen fehlgeschlagenen Zustellversuch finden würde.

Der Fairness halber sollen einige weit verbreitete Unarten auf Empfängerseite nicht unerwähnt bleiben:

„Ich kann meine eigene Adresse nicht richtig schreiben“.
Kommt leider viel zu oft vor, meist mit der Begründung: „Wir hatten damit aber noch nie Probleme, DPD/Hermes/UPS/GLS finden es trotzdem“.  Schreiben Sie die Straße doch einfach so, wie es auf dem Straßenschild an der nächsten Ecke steht, den Ort wie auf dem Ortsschild. Mit allen Bindestrichen und so!

„Straße/Hausnummer gibts nicht“.
Anders als in rural geprägten Regionen Österreichs und der Schweiz, wo Sendungen an den „Hinterwäldler Aussiedlerhof“ auch mal ganz ohne Straße und Hausnummer auskommen, hat JEDE Adresse in Deutschland eine Straße und eine Hausnummer. Wenn Sie „Im Schloß“ oder „Auf der Insel“ wohnen, fragen Sie notfalls bei der Post nach! Es gibt eine Straße und es gibt eine Hausnummer, und wenn es die Null ist! Generell gilt: Eine Adresse, die nicht unter http://www.postdirekt.de/plzserver aufzufinden ist, kann auch keine Post empfangen.

„Bei Abwesenheit bitte in den Garten legen“.
Individuelle Zustellanweisungen durch den Absender sind nicht möglich und erst recht nicht verbindlich. Wer möchte, dass Sendungen beim Lieblingsnachbarn oder an einem bestimmten Ort hinterlassen werden, muss das als Empfänger selbst mit DHL vereinbaren – und übernimmt dann auch die Haftung.

„Vierte Etage, Zimmer 4C-213, bei Dr. Müller abgeben“.
Der Zusteller ist nicht verpflichtet, auf dem Gelände von Unternehmen, Behörden oder in ähnlich weitläufigen Gebäudekomplexen in einzelne Büros zuzustellen. Sie müssen dafür sorgen, dass er seine Sendung loswerden kann, ohne erst durch ein Labyrinth von Stockwerken und Gängen irren zu müssen. Normalerweise gibt es eine zentrale Poststelle, geben Sie deren Adresse an!

„Ich würde meine Klingel/meinen Briefkasten selbst nicht finden“.
Nehmen Sie sich Ihre Adresse als einzigen Hinweis, stellen Sie sich vors Haus, und dann versuchen Sie mal, innerhalb von 30 Sekunden den richtigen Klingelknopf und Briefkasten zu finden. Geht nicht? Weil Ihr Name neben den drei unvollständig ausradierten Vormietern kaum zu erkennen ist? Weil Sie zur Beschriftung leider nur einen gelben Bleistift zur Hand hatten? Weil Ihr Name da gar nicht steht, sondern der Ihres Arbeitgebers/Mitbewohners/Vermieters? Weil es unter der Adresse mehrere Häuser/Schuppen/Wohnwagen gibt und nicht klar ist, zu welchem Ihr Name gehört? Bitte denken Sie an den Affen und sorgen Sie für Klarheit und Lesbarkeit! Selbst wenn Ihr Zusteller Sie schon seit Kindestagen problemlos beliefert, ist am Tag der Zustellung unserer Sendung garantiert eine Aushilfskraft am Werk.

Wenn es also auch nur den Hauch einer Chance gibt, dass Ihre Adresse sich nicht für die Zustellung einer Sendung eignet, sollten Sie lieber auf Packstationen oder Postfilialen ausweichen, statt sich auf Motivation und Qualifikation Ihres Zustellers zu verlassen.

 

 

2. Dezember 2014
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Klappt das noch bis Weihnachten?

Wir liefern unsere Sendungen jeden Abend direkt ins Briefzentrum Karlsruhe ein, so dass sie noch am gleichen Tag bearbeitet und weiterbefördert werden.

Wenn Sie nördlich von Hannover wohnen, sollte Ihre Zahlung am 20.12. (Samstag) bis 10 Uhr eingegangen sein, wenn Sie südlich von Hannover wohnen, reicht ein Zahlungseingang am 22.12. (Montag) bis 15:30 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass auch bei institutsinternen Überweisungen der Samstag kein Bankarbeitstag ist, benutzen Sie deshalb für eilige Zahlungen am Samstag bitte die SOFORT Überweisung.

Wir liefern auch am 23.12. Sendungen ein (wieder alle Zahlungseingänge bis mindestens 15:30 Uhr), bei diesen Sendungen kann es aber passieren, dass sie am 24.12. im Fahrzeug des Zustellers liegen bleiben und erst nach Weihnachten ausgeliefert werden. Generell haben Briefe an Heiligabend bessere Chancen auf rechtzeitige Zustellung als Pakete.

30. August 2014
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Wieder mal Zahlungsarten

Inzwischen sind wir alle wohlbehalten in der SEPA-Welt angekommen, wobei sich nur die Postbank einen für uns merklichen Lapsus geleistet hat, indem sie die Buchungen des 11.06. über HBCI doppelt ausgegeben hat – einmal mit Kontonummer/BLZ, einmal mit IBAN/BIC.

Die Fiducia als technischer Dienstleister der Genossenschaftsbanken belässt es bei der Kontonummer und quetscht die IBAN zusätzlich ins Betreff-Feld. Nicht gerade Sinn der Sache, zur Not funktioniert das aber.

Eigentlich soll es in diesem Eintrag aber um das groß angekündigte Online-Zahlungssystem der deutschen Banken gehen, den langerwarteten Gegenschlag zu PayPal.

Ja, die deutschen Banken sind tatsächlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und haben erstaunt festgestellt, dass sich Geldgeschäfte inzwischen schon über Facebook erledigen lassen. Dabei hat man doch jahrelang behauptet, mit Giropay das bestmögliche System am Markt zu haben, irgendwann müsse das auch der Kunde endlich einsehen. Plötzlich haben Facebook, Google, PayPal & Co. europäische Banklizenzen und stehen kurz davor, den etablierten Banken die junge Kundschaft abspenstig zu machen.
Das wiegt umso schwerer, als sich mit Einlagengeschäft im Moment viel schlechter Geld verdienen lässt, als mit Überziehungs- und Kreditzinsen, man die junge Kundschaft, die das Konto auch gerne mal im Minus hat, somit nicht verlieren sollte.

Also wurde der Entschluss gefasst, endlich gemeinsam an einem Strang zu ziehen und der ausländischen Konkurrenz mal ordentlich zu zeigen, wem der deutsche Kunde in Gelddingen vertraut.

Und jetzt das: Sparkassen ziehen eigenen Online-Bezahldienst auf

Den Sparkassen war angeblich um die Sicherheit der Kundendaten bange, so dass sie leider, leider aus dem gemeinsamen Projekt aussteigen mussten. Aber keine Sorge, man werde schon bald mit einem eigenen PayPal-Konkurrenten auf den Markt kommen.

Wer die Preispolitik der Sparkassen betrachtet, erkennt schnell, dass Preisführerschaft kein Ziel der Sparkassen ist. Bei Geschäftskonten ist man in der Regel sogar unverschämt teuer. Ein Zahlungsdienst allein der Sparkassen wird sich gegen PayPal deshalb wahrscheinlich ungefähr so gut behaupten können, wie MeinPaket gegen eBay und Amazon. Geringere Reichweite, dafür aber teurer.

Dabei hätten es die deutschen Banken weiterhin selbst in der Hand, die amerikanische Konkurrenz ohne größere Probleme auszubooten:

Würde man Überweisungen dem Empfängerkonto endlich rund um die Uhr binnen weniger Minuten gutschreiben, und zwar auch bankübergreifend, würden viele Online-Händler PayPal sofort aus dem Shop nehmen. PayPal ist bei Händlern nämlich alles andere als beliebt, da die Transaktionskosten hoch sind und sich das Unternehmen bei Problemen nicht nur arrogant verhält, sondern auch hinter seinem luxemburgischen Hauptsitz versteckt (übrigens sind das die Gründe, warum wir keine Zahlungen per PayPal akzeptieren).

Eine sofortige Durchführung von Überweisungen könnten die Banken sogar unter Beibehaltung ihrer aktuellen Infrastruktur umsetzen. Es ist ja nicht so, als ob Überweisungsdaten auf Magnetband geschrieben und dann per Post zur Bundesbank geschickt würden. Ein Austausch über Datenleitungen ist schon lange Usus, und es ist kaum vorstellbar, dass den Banken untragbare Mehrkosten entstehen würden, wenn man die Daten nicht nur einmal täglich, sondern alle 20 Minuten austauschen würde.

Nun ja, statt also die naheliegende und verhältnismäßig einfach umsetzbare Lösung zu verfolgen, gründet man lieber einen eigenen PayPal-Klon. Wenn sich das mal nicht als (erneuter) Irrweg herausstellt…

 

23. August 2014
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Was wurde aus den „Big Boss“-Kandidaten?

Wer erinnert sich noch an „Big Boss“, die RTL-Jungunternehmershow mit Reiner Calmund? Das Reality-TV-Format wurde 2004 ausgestrahlt und zeigte 12 Kandidaten, angeblich Deutschlands Top-Unternehmernachwuchs, die in wöchentlichen Aufgaben gegeneinander um ein Startkapital von 250.000 Euro antraten.

Hier eine kurze Auffrischung:
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/fernsehen-wer-passt-schon-in-den-lederchefsessel-1191894.html

Leider sind von der Sendung selbst nur noch verzerrte Aufnahmen auf You Tube zu finden (https://www.youtube.com/user/exlexx/videos), einige Highlights sind aber durch den Verriss in Kalkofes Mattscheibe (http://www.granatenmaessigrecherchiert.de/mattscheiben,clipid,1104.html) erhalten geblieben.

Nach 10 Jahren ist es an der Zeit, nachzusehen, was aus den Elite-Jungunternehmern geworden ist. Leider wurden nicht von allen Kandidaten der Show die Nachnamen veröffentlicht, so dass sich die Recherche auf diejenigen Teilnehmer beschränken muss, deren voller Name während der Sendung oder später in der Presse genannt wurde. Außerdem handelt es sich um Internetfunde, die mehr oder weniger aktuell bzw. korrekt sein können.

Über Alex, Tomasz, Claudia, Andrea, Natascha und Teresa ist leider der digitale Mantel des Vergessens gefallen.

23. August 2014
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Die Höhle der Löwen

Schon seit 2005 strahlt die BBC unter dem Namen „Drangon’s Den“ die europäische Adaption eines ursprünglich japanischen Sendeformats aus, in dem Teilnehmer ihr Unternehmen und ihre Geschäftsidee potentiellen Investoren vorstellen und um Kapitalbeteiligungen werben.

Bei den Investoren, den „Drachen“, handelt es sich um erfolgreiche Unternehmer, die in der Sendung eigenes Geld investieren.
Zu Beginn der Präsentation nennt der Unternehmer die benötigte Summe und den Anteil am Unternehmen, den er im Gegenzug abgeben möchte. Während um die Höhe des Anteils später noch gefeilscht werden kann, muss die genannte Mindestsumme auf jeden Fall erreicht werden, sonst ist der Teilnehmer gemäß den Spielregeln gescheitert.

In Großbritannien befindet sich die Show inzwischen in der zwölften Staffel, immerhin zwei der fünf Dragons aus der ersten Staffel sind immer noch dabei. Auch in Kanada ist die Sendung sehr erfolgreich, der US-Ableger „Shark Tank“ besetzte deshalb bequemerweise zwei der fünf Investorenplätze mit kanadischen „Dragons“.

Anders als in Großbritannien und in Kanada ist die amerikanische Version auffallend manipulativ geschnitten, die Verhandlungen zwischen Teilnehmern und Investoren werden übertrieben dramatisiert. Darunter leidet der ursprünglich sehr teilnehmerfreundliche Grundtenor der Sendung, an dessen Stelle ein regelmäßiger Rückblick auf die erfolgreichen Teilnehmer vergangener Sendungen tritt, die in gestellten Einspielern die Zusammenarbeit mit den „Sharks“ und die so erzielten Erfolge überschwänglich loben.

Nun hat also VOX das Format als „Höhle der Löwen“ für Deutschland adaptiert und sich dabei erfreulicherweise stärker in Richtung England als in Richtung USA orientiert. Insofern ist es falsch, die Sendung – wie in der Presse mehrfach geschehen – als deutsches „Shark Tank“ zu bezeichnen und Vergleiche vorwiegend mit der US-Version anzustellen.

Den letzten erwähnenswerten Versuch, ein erfolgreiches internationales Format aus dem Themenbereich „Existenzgründung“ in Deutschland zu etablieren, unternahm RTL 2004 mit „Big Boss“, der Adaption von „The Apprentice“. In einer Art prophylaktischem Kniefall vor der unternehmerfeindlichen Stimmung hierzulande wurde das Konzept aber bis fast zur Unkenntlichkeit weichgespült und anstelle gestandener Self-Made-Unternehmer wie Donald Trump und Alan Sugar der hoffnungslos überforderte Reiner Calmund als Chef präsentiert. Geblieben sind nur die köstliche Persiflage durch Oliver Kalkofe (http://www.granatenmaessigrecherchiert.de/mattscheiben,clipid,1104.html) und ein zehnjähriger Fluch auf dem Thema „Startup-TV“.

Auch den „Löwen“ fehlt es im Vergleich mit den „Dragons“ und den „Sharks“ etwas an Format. Frank Thelen als Internet-Unternehmer ist doch einige Nummern kleiner geraten als die Vorbilder Mark Cuban (USA) oder Peter Jones (UK), ebenso Teleshopping-Queen Judith Williams – jedenfalls verglichen mit ihrem Pendant Lori Greiner (USA). Am stärksten fällt Lencke Wischhusen aus dem Rahmen, die keine eigenen Startup-Erfolge vorweisen kann, sondern „nur“ das elterliche Unternehmen übernommen hat. Zum „Dragon“ oder „Shark“ hätte das nicht gereicht.

So ist damit zu rechnen, dass auch die Investitionen hierzulande eine Nummer kleiner ausfallen werden. Wobei man wissen muss, dass nicht jeder vor der Kamera geschlossene Deal auch tatsächlich zum Vertragsabschluss führt. Beide Seiten können auch später noch aussteigen, z.B. wenn bei der Prüfung der während der Sendung gemachten Angaben Unstimmigkeiten auftauchen oder die Teilnehmer sich entschließen, die durch die Sendung gewonnene öffentliche Aufmerksamkeit lieber ohne Beteiligung des Investors zu verwerten.

Den „Löwen“ ist ein sorgfältiges Studium ihrer internationalen Pendants anzumerken, auch die Strukturierung der Angebotskonditionen entspricht dem dort gängigen Muster.

Zum Fragenrepertoire gehören stets:
* Welche Umsätze/Gewinne wurden bereits erzielt?
* Wieviel Geld haben Sie investiert?
* Gibt es Interessenten?
* Wie hoch ist Ihre Gewinnspanne?

Dass die Teilnehmer sich im Regelfall von deutlich mehr Unternehmensanteilen als veranschlagt trennen müssen, gehört ebenfalls zum international etablierten Prozedere. Während einige „Dragons“ und „Sharks“ ihre Rechenwege dabei transparent machen und Zielrenditen sowie Preis-Ertrags-Verhältnisse nennen, scheinen die „Löwen“ im Moment noch nach dem Motto „Pi mal Daumen plus 20%, besser zu viel als zu wenig“ vorzugehen.
Sicher kommt erschwerend hinzu, dass die deutlich profilierteren „Sharks“ und „Dragons“ bereits etablierte Absatzkanäle und eingespielte Kontakte zu großen Handelsketten haben. Bis auf Judith Williams und – mit Abstrichen – Jochen Schweizer scheinen die „Löwen“ in dieser Hinsicht ziemlich schwach auf der Brust zu sein. Zumal im deutschen Einzelhandel stärker als in den USA und England auf Discountkonzepte und Eigenmarken gesetzt wird.

Während Mark Cuban also Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks als Werbeträger in die Waagschale werfen kann, andere „Dragons“ und „Sharks“ über etablierte Lifestyle-Marken, Eishockeyclubs, Laden- oder Restaurantketten verfügen und einem Produkt somit auch im Alleingang zum Durchbruch verhelfen können, ist von den „Löwen“ im Moment wenig mehr als das investierte Geld zu erwarten.

Bekannte Muster zeigen sich auch in den von der Redaktion ausgewählten Unternehmertypen. Klar ist, dass hier kein repräsentativer Durchschnitt präsentiert wird, sondern Geschäftsideen, die für den durchschnittlichen VOX-Fernsehzuschauer möglichst greifbar sein sollen. Das erklärt den geringen Anteil an Online-Unternehmen. Mit der Zeit erkennt man aber einige Unternehmertypen bzw. Ideen, die – meist von Anfang an ohne Chance auf Erfolg – von den Redaktionen gern als Drachen- bzw. Löwenfutter verwendet werden:

  • Der verrückte Erfinder: Einzelkämpfer oder Paar, die Haus und Hof für eine mehr oder weniger clevere Idee riskieren. Vorgeführt werden hier fortgeschrittener Realitätsverlust, gern auch gepaart mit Tränen und völliger Verzweiflung. Manchmal kommt es zu einem Mitleidsdeal oder ein Investor bietet eine Anstellung im eigenen Unternehmen an.
  • Der Yuppie: Nach dem (BWL-) Studium an einer möglichst renommierten Hochschule hat er sich mit einer marginalen, oft völlig fachfremden Idee selbständig gemacht. Außer hohlen Phrasen und hochtrabenden Konzepten ist jedoch keine Substanz vorhanden, Umsätze und Gewinne sind lediglich Prognosen. Lieblingsspruch: „Wenn wir auch nur 1% des weltweiten Marktes für uns gewinnen können, reden wir über ein Umsatzpotential von mehreren Fantastilliarden“.
  • Der Franchisegeber: Hat ein kleines Unternehmen (Gastronomie oder Dienstleistung) zu bescheidenem Erfolg geführt, ist aber an die Grenzen des Wachstums gestoßen. Glaubt nun, dass er als Franchisegeber reich werden kann, übersieht jedoch, dass zahlreiche Aspekte, die sein Unternehmen erfolgreich gemacht haben, nicht so einfach zu vervielfältigen sind.
  • Die Traumtänzerin: Nach gescheiterter Karriere im eigentlich angestrebten (meist sozialen oder künstlerischen) Bereich hat sie sich aus der Not geboren selbständig gemacht, kommt aber immer noch auf keinen grünen Zweig. Hier findet man oft selbstgemachte oder fair gehandelte Lebensmittel (Cupcakes, Süßigkeiten, Tee), aber auch Brettspiele, Kinderkleidung oder Konzepte für Yoga-Kurse. Wird von den Investoren mit der Empfehlung, sich endlich der Realität zu stellen, nach Hause geschickt.
  • Der Black Swan: Versucht sich an einer augenscheinlich attraktiven Geschäftsidee, an der jedoch schon zahlreiche andere Unternehmer gescheitert sind, weil der Kapitalbedarf erheblich unterschätzt wird (Gastronomiekonzepte, Veranstalten von Festivals, Abo-Boxen mit Spielzeug/Lebensmitteln, Aufbau von Online-Marktplätzen, Etablierung von Lifestyle-Marken beim Endverbraucher). Glaubt trotzdem, dass er der Erste sein wird, der es schafft.

Zum Schluss noch zwei „Dragon’s Den“-Klassiker aus England:

Levi Roots findet Peter Jones als Investor für seine Reggae Reggae Sauce. Levi und die Soße wurden später zum Millionenerfolg: https://www.youtube.com/watch?v=kQTzLJCUtjk

Susanne Chishti, ehemalige Investmentbankerin, zeigt in bestem Arnold-Schwarzenegger-Akzent, wie man es nicht machen sollte:
http://youtu.be/uJg0bzKiOr0?t=31m9s
Inzwischen ist sie übrigens in einem Unternehmerinnennetzwerk als Beraterin für Startups tätig (http://www.meetup.com/Ten-Digital-Ladies/member/155417832/), ausgehend von ihrem „Dragon’s Den“-Auftritt hoffentlich nicht allzu erfolgreich.